Vampire

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Vampirismus

Vampirismus: In Wirklichkeit eine Krankheit?

Eine mögliche Form real existenten Vampirismus ist die Porphyrie, eine erblich bedingte Stoffwechselkrankheit des Blutes, deren Symptome stark an vampiristische Charakteristika erinnert. So kommt es etwa zu einer Überempfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht, einer Rotfärbung der Zähne, Schrumpfen von Gaumen und Lippen, welches die Zähne hervortreten lässt, fahle blasse Haut und psychischen Störungen wie Psychosen.

Interessant ist auch, dass Knoblauch für an Porphyrie Erkrankte wie Gift wirkt. Da die Symptome nur durch die Aufnahme von Blut gelindert werden konnten, bestand bisher übliche Behandlungsweise darin, den Patienten Tierblut zu trinken zu geben. Auch können alle Symptome der Porphyrie in unterschiedlich starken Kombinationen auftreten, was Betroffenen bisweilen ein nahezu normales Leben ermöglicht und dafür sorgt, dass diese von außen manchmal eher wie Exzentriker wirken als wie ernsthaft Erkrankte.

Ein Vampir im medizinischen Sinne ist aber auch ein Mensch, der einen inneren Drang nach menschlichem Blut hat, welcher jenseits seiner Selbstbeherrschung liegt und in vielen Fällen eine Beteiligung des sexuellen Verlangens aufweist. Er sucht sich geeignete Opfer, die er in seine Macht bringt und dann anfällt, wobei er sie während oder bereits vor seiner grauenvollen Tätigkeit tötet.

Der wissenschaftliche Begriff dafür lautet "Hämatomanie", was soviel wie "Lust auf Blut" bedeutet. Echte Fälle von Vampirismus kommen bei uns ausgesprochen selten vor. In den osteuropäischen Ländern dagegen hat sich der Vampirkult besonders stark entwickelt.

Darüber hinaus gibt es diverse harmlosere Krankheiten und medizinische Phänomene, welche dem Vampirismus ähneln und früher oft zu Indizien dessen wurden. Augenkrankheiten, die zu erhöhter Lichtempfindlichkeit führen zählen ebenso dazu, wie der Effekt aufgedunsener Leichen durch Fäulnisgase.